Die Gangentwicklung in den letzten Jahren

Neuigkeiten



Herzlich Willkommen
Aktueller Gesamtganglängenstand im Hölloch-Höhlensystem

11.2010

Sollte jemand fragen, warum wir die 12000 Meter noch nicht erreicht haben und was wir zwei Jahre lang gemacht haben, so ist zu empfehlen, auf das Jahr 2011 zu warten. Denn dann gibt es einen neuen Film von Gerhard Baur über das Hölloch. Weiteres steht in der Rubrik 'Filme'.

08.2008

Der Einsatz neuer geophysikalischer elektromagnetischer Feldanomaliedetektionsmittel (unter besonderer Berücksichtigung der Änderung der relativen Permetivität), brachte uns Gewissheit, dass ein unterirdisch bekannter Schlot tatsächlich bis max. 1m unter die Erdoberfläche zieht. Ganz nebenbei wurde die vermessene Länge nach oben korrigiert. Die 11 km kommen langsam in Sicht.

03.2008

Herzlich Willkommen
Die Dachverbandsvorsitzende gab uns die Ehre
Ende März fand die offizielle Feier zur Überschreitung der 10.000 Meter Grenze im Hölloch in Immenstadt im Allgäu statt. Es trafen sich die verschiedenen Hölloch-Höhlenforscher-Generationen zum Plausch und Szegediner Gulasch-Essen (Mannis Verdienst) bei Uwe ein.

02.2008

Die Lehmlinge
Wieder über Tage, leicht angelehmt und um einige Meter 'reicher'.

Die Höllochwoche fand statt. Diverse Aktionen wurden durchgeführt. U.a. wurde der im mittleren Höhlenteil sich befindende unbekannte Gang, bisher nur Rutsche genannt, auf Günters Drängen endlich bis zum Endpunkt befahren und vermessen. Ganz zufällig wurde dabei die 10.000 Meter-Grenze überschritten und genauso zufällig hatte Manfred eine Sektflasche im Gepäck, die wir aufgrund der anstrengenden Rückkehr vorher leerten, um sein Gepäck zu erleichtern. Leider endete der steil mit ca. -40 Grad nach unten führende Gang nicht, wie vorgesehen, in grossen Hallen und Dömen, sondern in einem End-Siphon. Auf dem Bild links oben ist die Gedenktafel für den denkwürdigen Vermessungsevent zu erkennen. Im südlichen Teil wurden Fortsetzungen begangen, aber wegen Seilmangels musste auf offener Strecke umgedreht werden. Es konnte ca. 50 Meter in die Kürenkluft abgestiegen werden. Die derzeitige vermessene Gesamtganglänge beträgt 10.082 m.


01.2008

Weitere Forschungen im südlichsten Teil des Kürengangs ergeben hoch interessante, unter anderem hydrogeologische, Aspekte. Wir bewegen uns unterirdisch in Richtung Aubach. Die neuen Gänge sind riesig breit ... nur an der Höhe hat man gespart (Es sind ausgewaschene Schichtfugen im ca. 30 Grad geneigten, gebankten Schrattenkalk). Die 10.000 m Gesamtganglänge haben wir längst überschritten, das muss gefeiert werden. Die Vermessung steht noch bevor.

Aufgrund des Klimawechsels (starke Föneinbrüche) ist auch diesmal das Wetter zu unzuverlässig, um eine Woche in den hochwassergefährdeten Bereichen zu forschen. Hier stehen noch Tauchgänge im Labyrinth aus, doch wer schleppt die Ausrüstung dorthin?


12.2007

Es werden die Forschungen im südlichen Teil des Kürengangs fortgesetzt, sowie naheliegende Karstobjekte erstmals näher untersucht und eine Verbindung zum Hölloch-Höhlensystem vermutet. In Summe wurden in diesem relativ ruhigen Forschungsjahr 2007 180 m unbekannte Gangpassagen erkundet und vermessen. Die derzeitige vermessene Gesamtganglänge beträgt 9.780 m. Das Ende der Gangpassagen wurde nicht erreicht.


10.2007

Die Gangentwicklung in den letzten Jahren
Datenlogger in der Fussgängerzone

Im Kürengang bis zum Schwarzen Loch wurden Datenlogger zur Registrierung der Temperatur durch Prof. Dr. Spötl, Universität Innsbruck, installiert, sowie die Möglichkeit und Machbarkeit untersucht, Sinterdatierungen in den tiefen Höhlenpassagen durchführen zu können.



08.2007

Nach der Sommerpause war die Fragestellung, wohin die neu entdeckten Gangpassagen in Mani’s Loch verlaufen, für die weitere Feldarbeit von hoher Priorität. Wir führten die Vermessung durch.


07.2007

Am 14.07.2007 zeigten wir den Höllochvortrag vor einem großen und interessierten Publikum im Festsaal des Soldatenheimes in Sonthofen.

Zum Abschluss des sehr ereignisreichen Jubiläumsjahres 2006 veranstalteten wir am 21.07.2007 mit den Förderern, Freunden und Grundeigentümern ein kleines Grillfest.

Eingesintertes Skelett
Fledermausfriedhof im Mani-Loch

Parallel dazu wurden die Grabungsarbeiten in Mani’s Loch fortgesetzt. Am Samstagnachmittag erfolgte die Überwindung der Verblockung und bis zum Sonntagabend konnte Mani’s Loch bis zu einer Tiefe von 52 m bei einer Gesamtlänge von 80 m erkundet werden. Und es geht weiter in die Tiefe.



05.2007

Eingesinterter Jungfuchs
Eingesinterter Jungfuchs

Paläontologische Untersuchung von Knochenfunden, sowie Beginn einer Grabungskampagne in Mani’s Loch. Aufgrund der räumlichen Nähe des Objektes zum Plattenalpschacht bestehen Hoffnungen zur Anbindung an das Hölloch-Höhlensystem.
Im Hölloch untersuchten wir ferner den Blinddarm I nach weiteren Fortsetzungsmöglichkeiten. Hierzu muss zuerst Blockwerk beiseite geräumt werden.


03.2007

Bei einem weiteren Vortragstermin am 07.03.2007 wurde auf Einladung des DAV, Sektion Stuttgart in den Räumen der Volkshochschule in Stuttgart über das Hölloch referiert.


02.2007

Aufgrund der unstabilen Wetterlage ist die für Januar 2007 geplante Höllochwoche ausgefallen. Vorbereitungen für weitere wissenschaftliche geologische Untersuchungen an Stalagmiten werden getroffen. Für hydrogeologische Messreihen werden z. Zeit Versuchsapparaturen entworfen.


Artikel des Allgäuer Anzeigers
Die Bürgermeisterin posiert mit Hugo. Wer ist Hugo?

01.2007

Am 08.01.2007 zeigten wir den Höllochvortrag vor einem sehr interessierten Publikum der Freie Wähler in Petershausen.


Sterbibild von Georg Hohenester
Sterbebild von Schorsch

12.2006

Im Dezember verlässt uns für immer unser Fürsprecher, Helfer und Unterstützer Schorsch.



09.2006

Artikel des Allgäuer Anzeigers
Artikel des Allgäuer Anzeigers zum VdHK-Treffen in Oberstdorf

Die Verbandstagung des Verbandes der deutschen Karst- und Höhlenforscher hat stattgefunden. Der Festvortrag mit dem Thema: 100 Jahre Höhlenforschung wurde im Eissportzentrum in Oberstdorf durchgeführt. Weiterhin wurde ein Vortrag im Walserhaus (Hirschegg/Kleinwalsertal) gehalten.

Übergabe des Buches an den zweiten Bürgermeister der Gemeinde Mittelberg
Übergabe des Buches an den Vizebürgermeister der Gemeinde Mittelberg, Christian Nenning


Vortrag im Walserhaus
Vortrag im Walserhaus
Vortrag in Oberstdorf
Plakat: Vortrag in Oberstdorf

Unverständlicherweise ;-) verschwanden viele Plakate. Wo mögen sie wohl hängen? Ach ... wir wollen es garnicht wissen!
umweltforschung_journal_2006
Umweltforschung Journal 2006
Von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) herausgegebene Broschüre, auch online:

UmweltforschungJournal

Auf Seite 29 ein Artikel über "Wasserschutzgebiete zu klein?"

Auf dem Umschlagbild das von Schulkindern aus dem Kleinwalsertal unter der Anleitung von Tiburt Fritz angefertigte frostsichere Hüüsli mit dem automatischen Wasserprobenehmer auf dem Wehr an der Sägebachquelle im Winter 2005. Daneben stehend die Projektleiterin Dipl. Geol. Nadine Göppert aus dem Team von Prof. Dr. Heinz Hötzl, Universität Karlsruhe, Geologisches Institut.

Siehe hierzu auch:

Solute and Colloid Transport in Karst Conduits under Low- and High-Flow Conditions

in: Ground Water Volume 46 Issue 1 Page 61-68, January-February 2008

Bei diesem Färbeversuch, im Hölloch von Günter und Andreas durchgeführt, gab es beim Schachtausstieg ein kleines Problem: Das Seil fror während des Aufstiegs auf der Schachtzwischenstufe innerhalb weniger Minuten auf mehreren Metern fest und war nicht mehr zu seinem eigentlichen Zwecke zu überreden. Dank der Hilfe der Bergrettung Riezlern, die uns ein zweites 100 m Seil zum Schacht brachten, gelang uns letztendlich doch noch der, allerdings ziemlich verspätete, Ausstieg.


05.2006

Wir dachten, ''S' goat scho', aber nix wars. Der Höllochschacht ist zwar eisfrei, aber an der Schachtzwischenstufe haben herabgestürzte Eisblöcke den Weg ins Hölloch völlig verstopft. An der Zwischenstufe wurden weitere Gangpassagen vermessen. Damit haben wir knapp 9.600 m vermessen und 9.700 m begannen.


03.2006

Wir haben mehr als 9.500 m vermessen und bereits 9.600 m begangen. Bis zum Ende der Schneeschmelze herrscht nun Ruhe im Hölloch. Die Höllochwoche, an der Andi, Günter und Hans teilnahmen, (siehe Bild) verlief problemlos, bis auf diese Lehmbäder, die leider, trotzt intensiver und langer Anwendung, keine positiven Auswirkungen auf den Teint hatten.



01.2006

Ein unidentifiziertes Kriechobjekt
Ein unidentifiziertes Kriechobjekt

Bei eingehender Inspektion des unteren Höllochs wurde an mehreren Stellen LEBEN entdeckt:

Im Dienste der Wissenschaft wurde ein Lebewesen zur Bestimmung eingesammelt. Ein unidentifiziertes Kriechobjekt ...

... wurde identifiziert als (Octodrilus argoviensis (Bretscher,1899)) von Dr. A. Zisci von der Universität Budapest. Unser Octodrilus ist ein ganz gewöhnlicher Regenwurm, interessant daran ist, dass er vor längerer Zeit eingeschwemmt wurde, scheinbar genügend Nahrung findet und auch unter Wasser während den Hochwasserperioden überlebt.

Lehmproben aus den Feinsedimenten wurden von Prof. Dr. Traunspurger von der Universität Bielefeld, Tierökologie untersucht: Es wurden 211 Individuen präpariert und bestimmt. 55 verschiedene Arten von Vielzellern (mehrheitloch Nematoden (Fadenwürmer)) wurden bestimmt. Eine dominate Rolle spielen dabei Bakterienfresser, gefolgt von Pilzfressern. Wir wussten es schon immer: "Der Lehm lebt!" ... unser Trinkwasser wohl auch!


1.11.2005

Eine erste Befahrung über den Notausgang zum Biwak II und zurück dauerte 9,5 Stunden. Dabei wurde das gesamte Biwak II in einem "vormals gefluteten" Zustand vorgefunden. Ein Andenken an das Sommerhochwasser 2005 mit grausigen Hochwasserständen im Hölloch: Die Wasserrückstauzone bzw. die überfluteten Gangpassagen erreichten eine Höhe vom mehr als 110 m im Berg.

Hangrutschung im Mahdtal
Hangrutschung auf schmieriger Bankung, Mahdtal

Das Hochwasser im Berg hat an mehreren Stellen die über dem Schrattenkalk liegende normalerweise wasserundurchlässige Brisisandsteinschicht durchdrungen und z. Teil große Hangrutschungen verursacht. Aber auch Hangrutschungen auf dem schmierig glatten, gebankten Schrattenkalk (Bild links) wurden beobachtet. Im Vorarlberger Dorf Ebnit werden diese Vorgänge seit geraumer Zeit wissenschaftlich ausgewertet.

Zur Zeit werden von der LMU am Hochstaufen bei Bad Reichenhall Untersuchungen angestellt, wie stark Zusammenhänge zwischen den Hochwasserereignissen und dort häufig auftretende Erdbeben zusammenhängen.


Riezlern 2005

Es ist richtig, dass im Kleinwalsertal öfters die Berge wackeln.
Es ist nicht richtig, dass Höhlenforscher der Anlass dazu sind. ;-))

Wenn es mal wieder wackelt, kann man sich über Erdbeben in Bayern oder bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik informieren.
Das Seismometer in Oberstdorf kann aktuell abgefragt werden, wenn es mal geht (leider nicht immer). Unter Daten/live Hauptnetz Bayern, Station OBER kann man solche 'Wackler' sehen:

Aufzeichnung eines Erdbebens im Raum Oberstdorf/Kleinwalsertal
Aufzeichnung eines Erdbebens im Raum Oberstdorf/Kleinwalsertal

(Copyright: Bayerisches Geologisches Landesamt)