Zugang und Regeln für Besucher

Der Talort für den Zugang zum Hölloch ist Riezlern im Kleinwalsertal. Im Sommer parkt man in Innerschwende und folgt der Forststraße ins Mahdtal. Nach der Höflealpe geht es auf dem Wanderweg direkt zum Hölloch (ca. 1- 1½ Stunden mit Gepäck ab Innerschwende).

Ab 1. November bis 15. Mai ist ein Teil des Mahdtals durch ein Wildschutzgebiet gesperrt. Der Zugang erfolgt dann über die vom DAV beschilderte Skitourenroute!!!
ACHTUNG!! Es gibt eine strikte Abmachung mit dem Grundstücksbesitzer nicht früh am morgen oder spät am Abend im Mahdtal unterwegs zu sein. Wir planen unsere Touren ins Hölloch so, das es zu keinen Konflikten kommt!!!!  NOTFÄLLE in der Höhle sind natürlich ausgenommen!!!

Das Hölloch im Sommer und Herbst

Für den 76 m tiefen Schacht am besten ein 100 m Seil verwenden. Im Jahr 1997 wurden rostfreie Klebeanker für Zwischenhänger an der Schachtinnenwand angebracht. Ab der Schachtstufe kann zur Sicherheit, insbesondere bei Steinschlag und/oder Starkregenfällen, durch den an der südlichen Schachtwand gelegenen Nebenschacht, abgeseilt werden. Bei Wassereinbruch im Schacht wird so der gefährliche untere Schachtteil umgangen. Bei Starkregen oder Vereisungsgefahr sollte evtl. eine Nacht im Biwak verbracht werden, statt sich mit dem Wettergott und dem Hölloch-Höhlengeist messen zu wollen.

Das Hölloch im Frühling

Im Frühling ist von einer Befahrung völlig abzuraten, da tonnenschwere Eiszapfen und Eisvorhänge an den Wänden sich jederzeit lösen können und evtl. den linsenförmigen Durchstieg in den unteren Schachtteil verstopfen.

Das Hölloch im Winter

Die Lawinengefahr ist immer zu berücksichtigen. Der Zugang zum Hölloch ist zwar meist relativ ungefährlich, aber es gibt Tage, wo auch hier Gefahren drohen. Möglichst ein neues, gut imprägniertes Seil nehmen. Den Schacht sorgfältig von Eissäulen befreien, die im Seilbereich hängen. Das Seil unten fest an der trockenen Schachtinnenwand stramm ziehen (sonst Vereisungsgefahr). Hierzu wurde eine kleine Plattform auf der mittleren Ebene gebaut, allerdings auch des öfteren von der Natur wieder abgebaut. Das Schachtseil kann so schnell vereisen, dass bereits zehn Minuten nach dem Abseilen ein Aufstieg mit Steigklemmen unmöglich wird. Der Nebenschacht ist im Winter meist mit Eis verblockt und kann nicht benutzt werden.

Im Zweifelsfall im Biwak übernachten, bevor Leben riskiert wird!

Die Begehung des unteren Höhlenteils bis zum unteren Höllochsee (Siphon 1) verlangt nur leichte Kletterei und ist teilweise versichert. Mit einer Neoprenhose kann man, je nach Wasserstand, direkt im Bach laufen, am unteren Wasserfall ist ein Seil von ca. 10 m Länge sehr hilfreich. Der obere Höhlenteil, also bachaufwärts, ist nur über einige Seilaufstiege möglich. Teilweise sind auch hier Seilversicherungen angebracht.

Im neuen Höhlenteil, ab dem unteren Höllochsee (Siphon 1 und 2), ist wenig fixes Material vorhanden. Wegen dem starken Wasserdruck müssen sämtliche Seile jedesmal ausgebaut werden, lediglich die Verankerungen sind vorhanden. 

Bitte immer beachten!!!

Im Notfall kann natürlich unser Biwak benutzt werden. Bei Ge- und Verbrauch von Gegenständen bitten wir um Benachrichtigung. Abfälle sind immer selbst mit heraus zu nehmen. Das 'große Geschäft' gehört auch dazu!!!
Der zweite, künstlich geschaffene Eingang E2 ist verschlossen und wird nur für Forschungsarbeiten benutzt.

Wir möchten noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass unerfahrene Höhlengeher nichts im Hölloch verloren haben und erst recht nicht bei zweifelhaften Wetterverhältnissen. Selbstüberschätzung, Ausrüstungsmängel und fehlende Kondition können bei einem Wassereinbruch oder Wetterumschwung fatale Folgen haben.

 

 

 

Bergfilmabend Immenstadt

Plakatweb

Kurzbeschreibung der Filme

HAUTE ROUTE   ein Perspektivwechsel

Barbara, Ulrike und Sybille lassen ihren Alltag hinter sich, um mit Tourenskiern durch die faszinierende Welt der Walliser Alpen zu steigen. Per Tourenski gehen sie von Argentiere bei Chamonix bis Zermatt, durchqueren bizarre Gletscherlandschaften und steigen auf luftige Gipfel. Es geht vorbei an Mont Blanc, Grand Combin und dem Matterhorn. Die Eindrücke während der Durchschreitung und die Erfahrungen mit der Einsamkeit bilden einen Kontrast zu den Begegnungen mit anderen Skitourengehern auf den Berghütten. Neben den Bergerlebnissen ist es vor allem der Wechsel der Perspektive, der die drei Alpinistinnen reizt. Ohne berufliche Zwänge, ohne permanentes erreichbar Sein, ohne Fremdbestimmung und Termine bleibt viel Raum für das, was im Alltag oft nur noch schwer möglich ist: sich voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Fantastische Landschaftsaufnahmen aus einer Kameradrohne umrahmen die unterhaltsame und spannende Geschichte der drei jungen Frauen.  (Art Picture Produktion & Aerovista)

SKITOUR IN DIE UNTERWELT   drunter und drüber auf dem Gottesackerplateau

Die Gottesackerwände und der Hohe Ifen in den Allgäuer Alpen, bieten einen unverwechselbaren Anblick. Schon die Römer orientierten sich an den lang gezogenen, markanten Felswänden, auf ihrem Weg über die Alpen. Der Fels ist aus Schrattenkalk, entstanden vor 120 Millionen Jahren, im Flachwasserbereich der Thetis, einem Urmeer als alle Kontinente noch eng beieinander lagen.

Zwischen den Felswänden liegen zu beiden Seiten flache Täler. Im Sommer eine Wüstenhafte Felslandschaft mit Spalten, und tiefen Löchern. Im Winter formen Wind und Schnee die Landschaft.
Darunter verborgen, geheimnisvolle Höhlen, wie das berühmte Hölloch, das zu den größten und anspruchsvollsten Höhlen Deutschlands zählt.
Unser neuer Film erzählt bei einer Skitour über das Gottesackerplateau die Geschichte dieser Landschaft und den darin verborgenen Höhlensystemen. (ALLGÄUFILM Jürgen Schafroth)

RADTOUR STATT KLAUSUR   Biken auf der Salmaserhöhe

Drei Jugendliche auf wilder Radtour statt auf langweiliger Klausur (ALLGÄUFILM Niclas Schafroth)